Belastung durch Stress

Belastung durch Stress

Steigt Ihnen der Stress zu Kopf?

In einer Umfrage von Statista (2017) wird deutlich, dass 30% der Befragten die Stressbelastung in ihrem aktuellen Arbeitsverhältnis als mittelmäßig stressig und 48% es als stressig empfinden. Nur 22% der befragten Personen beschrieben ihre berufliche Situation als nicht stressig.

Doch wie kommt eine Stressreaktion zustande und warum?

Stress kann aus Gründen einer Überforderungs- oder Unterforderungssituation entstehen. Er entsteht im Gehirn, genauer gesagt wird über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und die Sympathikus-Nebennierenmark-Achse eine körperliche Stressreaktion verursacht. Ursprünglich diente die menschliche Reaktion auf Stress dazu, sich bei Angriffen von beispielsweise wilden Tieren, verteidigen zu können, wofür der Organismus aktiviert wurde. Die betroffene Person steht einer Anforderung oder Herausforderung gegenüber und bewertet, ob sie diese leisten kann oder sie ihre Fähigkeiten übersteigt. Dabei reagiert der Körper unter anderem mit erhöhtem Blutdruck und einer Verengung der Gefäße. Gründe für das Empfinden von Stress können zum einen Erwartungen an sich selbst oder Erwartungen von anderen Personen sein. Doch auch äußere Umstände können Personen erfahrungsgemäß stressen. Beispielsweise können zu heiße oder zu warme Temperaturen bei Menschen Stress auslösen. Andererseits kann auch die Angst, einer zu starkem Schwitzen neigenden Person, vor Schweißflecken auf seiner/ihrer Kleidung Stress auslösen und zu vermehrter Schweißproduktion und anderen Symptomen führen. Stress an der Arbeit ist eine weltweit verbreitete Problematik. Experten sind sich einig, dass er in den folgenden Jahren weiterhin zunehmen wird. Erlebt eine Person Stress, hat dieser negative Folgen in Bezug auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden betroffenen Person, oftmals beginnt sie zu schwitzen, bekommt kalte Füße und die Libido kann gehemmt werden. So kann, da der Körper auf die Leistungsfähigkeit der Muskulatur fokussiert ist, die Verdauung und die Abwehr von Infekten geschwächt werden. Eine hormonelle Reaktion ist die Ausschüttung von Noradrenalin und Adrenalin, um verschiedene Energiequellen des Körpers zu mobilisieren Kommt es wiederholt und langfristig zu Stress am Arbeitsplatz, kann dieser außerdem Auswirkungen auf die Gesundheit der/s Betroffenen haben. Beispielsweise könnte die betroffene Person, wenn sie über einen langen Zeitraum Stress ausgesetzt ist, körperliche Folgen wie Muskelspannungen oder Organschädigungen wie beispielsweise Schlaganfälle erleiden. Doch Stress kann ebenso psychische Auswirkungen haben, denn er zu Depressionen und Angstzuständen führen. Für Unternehmen bedeuten diese Folgen unter anderem, dass Stress eine Reduzierung der Arbeitsleistung der/des Betroffenen mit sich bringen kann (Richter, 1997). Die Auswirkungen von Stress auf den menschlichen Körper zeigen, dass er langfristig dringend vermieden werden sollte. Doch es gibt auch eine positive Art von Stress, sie wird Eustress genannt. Im Gegensatz zu Disstress, der die bereits genannten Symptome auslöst, wird Eustress als anspruchsvolle Situation, die bewältigt werden kann, definiert und macht uns handlungsfähig. Um Stress insbesondere im Berufsleben zu vermeiden, können Achtsamkeitspausen hilfreich sein, um sich zu besinnen und herunterzukommen. Wahrscheinlich können auch Wärme- oder Kälteimpulse bei bewussten Auszeiten unterstützend wirken. Außerdem sollte bei wiederkehrendem Stress überlegt werden, ob die Umwelt verändert werden kann. Beispielsweise in Großraumbüros könnte der Lautstärkepegel einen Faktor darstellen, der veränderbar wäre. Hilfreich kann es ebenfalls sein, sich mit den Stressgründen auseinander zu setzen. Lässt sich vielleicht die eigene Einstellung zu als stressig empfundenen Situationen verändern?

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